Industrial Communications for Factories (IC4F)

Das Projekt Industrial Communications for Factoris (IC4F), das von 2017 bis Mitte 2020 lief, hatte die Entwicklung von sicheren, robusten und echtzeitfähigen Kommunikationslösungen für die verarbeitende Industrie zum Ziel. Dafür wurden eine offene und domänenübergreifende Referenzarchitektur und ein Technologiebaukasten für eine ganzheitliche Kommunikations- und Computing-Infrastruktur für die industrielle Kommunikation und Datenverarbeitung erarbeitet.

Einer der Industriepartner war der Hersteller von Gabelstaplern, Still, der den Anwendungsfall Truck-to-X Communication umsetzte[1]SICHERER DATENAUSTAUSCH IM ZEITALTER VON INDUSTRIE 4.0.

Die Projektergebnisse flossen u.a. in den Leitfaden „Interoperable Informationsmodelle in der Industrie 4.0“ ein. Der Inhalt des Leitfadens 5G-Campusnetze – Orientierungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen stammt vollständig von IC4F.

IC4F bildet die Grundlage der Referenzarchitektur für industrielle Kommunikation iRefA (Industrial Reference Architecture), die in dem Whitepaper The Industrial Reference Architecture (iRefA) – Description and User Guidance for System Architects vorgestellt wird.

In dem Geschäftsplan für ein DIN SPEC-Projekt nach dem PAS-Verfahren zum Thema „Industrial Reference Architecture – iRefA (online abrufbar) heisst es:

Basierend auf den gültigen Architekturmodellen wird eine Referenzarchitektur für industrielle Anwendungsfälle erstellt. Die iRefA (Industrielle ReferenzArchitektur) schließt die Lücke zwischen den generischen Architekturmodellen (RAMI4.0 und IIRA) und der Architektur konkreter industrieller Systeme. Mit Hilfe der durch IC4F entwickelten iRefA, den dazugehörige Technologie-Toolkit und Prozessen, wird Systemarchitekten ein Werkzeug für den Erstellungsprozess industrieller Systemarchitekturen bereitgestellt.

Das einfache und benutzerfreundliche Verfahren bietet einen modularen Baukasten um auf einfache und schnelle Weise von der Beschreibung eines Anwendungsfalls zu einer für industrielle Anwendungen zugeschnittenen Lösungsarchitektur zu gelangen. Dadurch ist es möglich in sehr kurzer Zeit für verschiedene Industriebereiche (Fabriken, Logistikzentren oder Baustellen) eine „Industrie 4.0-Systemarchitekturen“ zu erstellen, welche den Unternehmen als strategische Entscheidungshilfe dient und somit einen schnellen und großen Mehrwert bietet.

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