Sicherer Datenaustausch durch Satellitenkommunikation?

Von Ralf Keuper

Mit Berichten über den Ausfall des Satelliteninternet KA-SAT und der Tatsache, dass seitdem tausende Windenergieanlagen in Zentraleuropa nicht aus der Ferne steuerbar sind[1]Satelliten-Störung: Tausende Windräder nicht steuerbar[2]Satelliteninternet KA-SAT ausgefallen, rückt die Satellitenkommunikation mit ihren Vor- und Nachteilen in den Vordergrund. Folge im aktuellen Fall ist, dass die Betreiber im Störungsfall Servicepersonal zu den Windrädern aussenden müssen, da eine Fernwartung nicht mehr möglich ist. Nicht betroffen sind nach Aussage eines mit der technischen Betriebsführung beauftragen Mitarbeiters Windkraftanlagen, die über Kabel mit dem Internet verbunden sind[3]der Mitarbeiter, der seine Einschätzung per twitter mitteilte, hat sein twitter – account zwischenzeitlich gelöscht. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die genaue Ursache für die Störung noch nicht bekannt; der Betreiber von KA-SAT geht jedoch davon aus, dass es sich um einen Hackerangriff handelt. Möglicherweise steht der Ausfall der Fernsteuerung der Windkraftanlagen tatsächlich in einem Zusammenhang mit einem Hackerangriff auf das Satellitennetzwerk KA-SAT – jedoch nicht als primäres Ziel der Attacke, sondern als Kollateralschaden[4]Was Russlands Krieg in der Ukraine mit deutschen Windkraftanlagen zu tun hat[5]Für weitere Informationen siehe den Diskussionsverlauf auf twitter https://twitter.com/HonkHase/status/1498544986266251273.

Hacker-Angriffe auf Windkraftkrafträder sind indes nicht neu. Im Jahr 2018 nutzten mehrere Hacker die SCADA-Steuerungssysteme von Windkrafträdern in den USA für Krypto-Mining[6]Hacker nutzen Windkraft: SCADA-Steuerungssysteme von Monero-Mining betroffen.

Welche Szenarien bei Hacker-Angriffen auf Windenergieanlagen möglich sind, erläuterte Frank Arendt, Geschäftsführer des Bremer Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), im Jahr 2018 in einem nach wie vor informativen und lesenswerten Interview. Auf die Frage nach den Gefährdungsszenarien antwortete Arendt:”Das sind beispielsweise die intelligenten Störer, die eine Komponente ins System einbringen. Solange diese nicht aktiv sind, merkt das meist keiner. Das Ziel ist es, erst einmal alles zu beobachten und dann in einer konzertierten Aktion anzugreifen. Dazu werden zum Beispiel zuvor abgefangene Signale wiederholt eingespielt, sodass die große…

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